Montag, 24. April 2017

Eine dufte Sache


So heißt eine Blogparade, die Heidi ins Leben gerufen hat. Als geborene "Nase" ( ein Beruf, den ich gerne ergriffen hätte, hätte ich ihn damals schon gekannt ) muss ich da eigentlich mitmachen...

Glyzine, antike Flakons aus der Provence


Düfte haben mich immer fasziniert, und ich nehme sie schnell wahr, viel schneller als andere Sinneseindrücke, und kann viele identifizieren und benennen ( mit zunehmendem Alter fühle ich mich aber manchmal auch olfaktorisch gestresst ).

"Chloé", "Tendre Poison", "Nature" & "Eden" sowie Waldmeister




Parfüms gab es in meinem Leben entsprechend viele:

Das erste, das ich mir selbst gekauft habe, war "L'air du temps" von Nina Ricci. Leider ist der wunderbare Flakon mit seinem Taubenpärchen aus meinem Besitz verschwunden. Dafür habe ich den von "Chloé" von Karl Lagerfeld bis heute verwahrt - der Duft, dem ich bei meinem ersten Parisbesuch mit dem Herrn K. ein Jahr später verfallen bin. Beim nächsten Parisaufenthalt 1978 war es dann "Anaïs Anaïs" von Cacharel. Daran erinnert mich bis heute noch ein Blatt eines passenden Blocks, dass den Titel eines selbst erstellten Fotoalbums ziert. Hyazinthe, Iris und Maiglöckchen sind Duftnoten, die ich bis heute mag.

"Chloé" & "Un Jardin sur le Nil" auf einem Papier zu "Anaïs Anaïs" und Maiglöckchen



Cacharel bin ich auch beim nächsten Duft treu geblieben: "Eden femme". Davon habe ich noch einen Flakon, geschnitten aus einem Stein in einem Grünton, den ich einfach nur hinreißend finde. Ein Duft, der etwas von Sommerwald hat, mir aber trotzdem für diese Jahreszeit zu schwer erschien. "White Linnen" von Estée Lauder war da eher über Jahrzehnte im Sommer mein Ding. Geborgen und wohl fühlte ich mich mit diesem Duft - wie in frischer Bettwäsche.

Überhaupt haben grüne Flaschen auf mich immer eine verführerische Wirkung gehabt: So hat auch "Tendre Poison" von Dior seinen Weg in mein Badezimmer gefunden ( und die leere Flasche ist geblieben ). Das "Zarte Gift" ( so die Übersetzung ) duftet anfangs nach Bergamotte - auch ein Lieblingsduft -, dann überwiegen Blumendüfte. Es wird schon lange nicht mehr hergestellt. An "Nature" von Yves Rocher mit seinem Mandarinenduft in der Kopfnote erinnert auch noch ein leerer Flakon, grün natürlich. Und klar, dass auch "Un Jardin sur le Nil" von Hermès erst einmal bei mir mit seiner unnachahmlich schönen Flakonfarbe gepunktet hat. Seit über zehn Jahren begleitet mich der frisch-grüne, dezente Duft, der nie aufdringlich ist, sich aber auch sehr schnell verflüchtigt.

Myrte und noch einmal "Chloé", "Tendre Poison", "Nature", "Eden" & "Un Jardin sur le Nil"



Zitrusdüfte gefallen mir immer wieder. Und so verwende ich "Aqua Allegoria Bergamote Calabria" von Guerlain, "Aqua Allegoria Pamplelune" noch viel lieber, denn Grapefruit, Bergamotte und das orangenähnliche Petitgrain wird bei diesem Duft kongenial ergänzt mit dem der Johannisbeere. "Aqua Allegoria Mandarine Basilic" ist ein ebenso spritziger Duft, der leider schnell an Kraft verliert. Und in diese Kategorie gehört dann noch das ganz andere Kölnisch Wasser, nämlich das von Farina gegenüber von 1709, die älteste Parfummarke der Welt, die sich erhalten hat, welches gar nicht omahaft ist, sondern ein frischer, leicht süßlicher Zitrusduft mit einer ( für ein Eau de Cologne ) recht guten Haltbarkeit.

Glyzine und antike Parfümetiketten aus der Provence



Bleiben noch meine Ausflüge in die Abteilung mit den orientalischen Düfte: "Opium" von Yves Saint Laurent musste 1980 auf dem Weg nach Kairo unbedingt aus dem Duty-Free-Shop mit und hat mich in den Wochen dort und den ganzen Winter über begleitet. Dann roch mir das Parfüm für eine Zwanzigjährige einfach zu sehr nach "reifer Frau". Aber auch ein erneuter Versuch in späteren Jahren hat mich nicht mehr überzeugt.
Dafür gefällt mir das erste Parfüm von Dolce & Gabbana von 1992 bis heute. Besonders im Winter hülle ich mich gerne einmal in die orientalisch-florale Komposition aus Lilie, Nelke, Maiglöckchen und Vanille, die in der Kopfnote den Duft von Mandarine, Freesie, Efeu, Basilikum, Bergamotte enthält. Die hellwürzige, aromatische Opulenz ist bestimmt nicht jedermanns Sache, aber im Zusammenspiel mit meiner Hautchemie elegant wie sinnlich, finde ich. Leider wurde die Produktion dieser Version eingestellt, aber die Haltbarkeit meines Parfum de Toilette ist phänomenal.
Der beliebte Duft im auffälligen Torso - Flakon von Jean Paul Gaultier ( heute "Classique" ) war dann wieder für mich ein Flop: Ich fand den Duft an einer Freundin so lecker, aber auf meiner Haut kam die Orangenblütennote irgendwie nicht zum Zuge, und der Gesamteindruck erinnerte mich zu sehr an "bei meiner Tante im Strumpfenband", für mich also zu pudrig - muffig - antiquiert.

Eau de Cologne von Farina gegenüber, "Tina Farina Erigance - Steinbock" , "Arpège", Limetten und Maiglöckchen




Bleibt noch zu erwähnen: "Tina Farina Erigance - Steinbock" - ein rauchig - grüner Duft mit leicht orientalischem Touch, den ich nur verwende, wenn ich groß ausgehe. An ihm gefällt mir, dass er mich an kein anderes Parfüm erinnert.

Rosmarin,  mein Lieblingskraut, und "Diorissimo", "Chloé" & "Arpège"



Und welchen Duft trage ich aktuell? "Diorissimo" von Dior! Der Maiglöckchenduft ist einfach betörend, auch wenn ich weiß, dass es keine natürliche Essenz, sondern die gelungene Nachstellung mit Hilfe anderer Duftnoten & des Hydroxycitronellal, dem Aromastoff des echten Maiglöckchens, ist, die 1956 den Parfümeuren gelang. Leider verflüchtigt sich der Duft nach anderthalb Stunden. Aber im Mai benutze ich es verschwenderisch...




Sonntag, 23. April 2017

Meine 16. Kalenderwoche 2017

























Am Ostermontag noch einmal ganz viel spielen, kuscheln, erzählen, basteln mit unseren beiden süßen M's in M., bevor es am frühen Abend hieß, Abschied zu nehmen.
Unterwegs im Zug erreichte uns die traurige Nachricht, dass wir zu spät auf dem Weg zurück ins Rheinland sind...





Bei Kaffee & Kuchen dann am Dienstagnachmittag Austausch über die Ereignisse auf der Museumsinsel vom Osterwochenende und über die zu regelnden letzten Dinge. Das Leben geht weiter - inzwischen haben wir ja genug Erfahrung damit.























Der Mittwochmorgen begrüßte uns mit strahlendem Sonnenschein ( nach einer Nacht mit einem Grad Frost ). Die Gleditschie an der Straße hat nun auch ausgeschlagen. Und Magnolie & Kirsche im Garten stehen voll im Laub.


Abschiednehmen am sonnigen Donnerstag vom verstorbenen Schwager mit einem Besuch in seinem Haus und einer Besichtigung der Ausstellung, die er bis zuletzt vorbereitet hat & die heute eröffnet wird.

Noch einmal mit allen Sinnen nachvollzogen, welch therapeutische Kraft der Beschäftigung mit Kunst & Natur innewohnt...

 Betrachten, was er zuletzt betrachtet hat ( u.a. die Skulptur von Bussi Buhs )...

























Alltagsbewältigung war dann ab Freitag dringend angesagt, z.B. ein Reifenwechsel im Autohaus am Samstagvormittag.
Die fliederfarbene Glyzinienblüte vor roter Wand in unserem Garten poste ich extra für Ulrike - winkewinke!

Und wieder einmal an dieser Stelle ein









all denjenigen unter euch, die mir und meinem Mann Worte des Trostes hier im Blog, per Mail bzw. Post geschrieben haben zu unserem erneuten Verlust. Besonders für meinen Mann ist es eine eigenartige Situation, da er innerhalb von fünf Jahren sämtliche Mitglieder seiner Kernfamilie verloren hat und nun übrig geblieben ist. Doch er hat in dieser Zeit auch wunderbare Menschen als Wahlverwandte gewonnen, kann auf eine große Enkelschar blicken und auf seine Töchter zählen. Das ist ihm/uns ein großer Trost!

Die vielen Verluste in so kurzer Zeit haben uns klar gemacht, welch glückliches, wenig getrübtes Leben wir über viele Jahre führen durften, ohne dass es uns bewusst war. Wir haben aber auch mehr als begriffen, dass das, was wir in den letzten Jahren erlebt haben, das Leben ausmacht, und dass niemand um diese Erfahrungen herumkommt...








Verlinkt mit Andreas Samstagsplausch und Wolfgang & Lorettas Gartenglück 

Samstag, 22. April 2017

Herzlichen Glückwunsch


zum 80. Geburtstag,




Source

lieber Jack Nicholson!

Unvergesslich für mich, geliebt bis heute:




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